Über das Leben eines Nova Scotia Duck Tolling Retrievers

Ein wenig Abwechslung

| stephan |

Alle zwei Wochen geht’s für uns ins gut 20 Minuten entfernte Ibbenbüren-Uffeln zum Trainingsgelände von Dogs at work. Mit vier weiteren Gespannen durften wir heute wieder ein großes Potpourri an interessanten Aufgaben lösen. Um ehrlich zu sein, war ich gespannt, wie Edison sich wohl schlagen würde, weil wir in den letzen zwei Wochen so garnichts an der Dummyfront gemacht haben.

Aufgaben

1. Thomas hat sich ein neues Goodie zugelegt: ein Tarnnetz. Dieses wird senkrecht vor dem Gespann aufgestellt und so drapiert, dass unten eine Lücke entsteht, wo der Hund in der Ablage durchschauen kann. Es gilt nacheinander zwei Einzelmarkierungen zu arbeiten. Der Hund wird aus der Ablage geschickt und soll dabei durch die Lücke laufen. Es gibt Pluspunkte, wenn der Hund den Rückweg ebenfalls durch das Netz nimmt und nicht drumherum läuft.

2. Das Gespann steht vor einem Hügel. Thomas steht dahinter und wirft drei Einzelmarkierungen, dessen Fallstellen nicht sichtig für das Gespann sind. Die Entfernung nimmt dabei jedes Mal zu, so dass der Hund über die alten Fallstellen laufen muss. Für den Halter ist es zudem schwer, weil er nichts sieht und somit auch nicht eingreifen kann (Kontrollverlust), sprich der Hund ist auf sich allein gestellt.

3. Das Gespann steht mitten in einer Senke. Der Hund kann so gerade eben über den Rand hinausschauen. Thomas veranstaltet ein Treiben in gut 20m Entfernung und wirft dabei flach drei Dummies auf den Boden. Der Vierbeiner soll alle Dummies arbeiten.

4. Aufgrund des Regenwetters der letzten Tage und Wochen ist eine ca. 12m lange Senke voll mit Wasser gelaufen, an dessen Ende Thomas drei Einzelmarkierungen in unterschiedlicher Intensität ins kühle Nass schmeißt. Das Gespann steht auf einem Hügel ca. 30m gegenüber. Der Hund soll nicht sofort geschickt werden, um die Steadyness zu testen.

Fazit

Seeehr schönes Training muss ich sagen! Wieder mal hat Thomas sich Aufgaben ausgedacht, die wir so noch nicht hatten. Zu meiner großen Freude meisterte Edison die ersten beiden Aufgaben perfekt. Aufgabe zwei sogar so gut, dass er sowohl hin als auch zurück über den Hügel lief – war das wirklich mein Hund!? :D Aufgabe drei geht auf meine Kappe, weil ich Edison in die Suche geschickt habe. Leider blieb Edison vorher irgendwo hängen, so dass ich ihn daraufhin einweisen musste. Das nächste Mal schicke ich ihn mit Voran ins Gebiet, so kann ich sicher sein, dass er auch ankommt. Aufgabe vier war wirklich erheiternd. Eigentlich waren alle Hunde schon müde, aber ihr hättet mal sehen sollen, als der erste Dummy platsch machte. :))) Edison war von jetzt auf gleich hellwach und flog förmlich über das Wasser. Leider feierte er den Wasserdummy Nummer eins so sehr, dass er die letzten fünf Meter zu mir damit rumdallerte. Bei Wasserdummy Nummer zwei ließ sich Edison dann was ganz Neues einfallen. Denn nachdem Thomas den Dummy mit viel Schmackes in Wasser beförderte, machte er einen Satz nach vorn, blieb dann aber wie angewurzelt sitzen. Crazy Boy!! :D Ich wartete dann noch zehn lange Sekunden und schickte ihn – jaja, ich weiß, ich hätte ihn vermutlich besser zurück an mein Bein setzen sollen, ich fand es aber zu lustig! Der letzte Wasserdummy lief dann tadellos. Hach, was hatten wir doch für ein Spaß. ;)