Über das Leben eines Nova Scotia Duck Tolling Retrievers

Es gibt so Tage …

| stephan |

Zum Thema Workingtestaufgaben verschlug es uns diesen Samstag wieder zu Thomas von Dogs at work. Zwei Toller- und zwei Labbi-Gespanne stellten sich den Herausforderungen. Das Wetter war allerdings sehr wechselhaft, von Sonne und sehr heiß bis bewölkt mit starkem Wind war alles dabei. Man war ständig dabei seine Jacke an- und wieder auszuziehen. Das tat der Stimmung aber kein Abbruch. Wir hatten alle Spaß, es wurde viel gelacht.

Aufgaben

1. Das Gespann startet in einer Senke und beobachtet ein Treiben voraus in dichtem Bewuchs. Darauf eine 180° Drehung und den Hund in eine kleine Suche an einem Hang schicken. Nachdem ein Dummy geholt wurde wieder eine 180° Drehung, um einen Dummy aus dem Treiben zu holen. Danach das gleiche noch einmal.

2. Das Gespann beobachtet eine Doppelmarkierung. Die erste fällt in 15m Entfernung in starken Bewuchs hinter einem Geländeübergang, die zweite fällt in weiterer Entfernung. Die erste soll zuerst geholt werden, dann die zweite. Während der Hund die zweite Markierung zurückbringt, wird eine Verleitung geworfen, die erst im Anschluss geholt werden darf.

3. Ein großes Treiben durch mehrere Geländeübergänge und hohem Bewuchs findet statt, wobei sechs Dummies verstreut werden. Einige davon fliegen, einige werden nur gelegt. Alle sollen geholt werden.

Fazit

Das war dieses Mal nix. Den ersten Dummy aus der kleinen Suche wollte Edison mir nicht bringen, obwohl er ihn gesehen hat. Lieber schnüffeln dachte er sich. Ich habe manchmal das Gefühl, dass die einfachen schnellen Dummies zu langweilig für ihn sind. In der zweiten Aufgabe ließ er sich erst von den wartenden Gespannen ablenken, blieb einfach mitten in der Aufgabe stehen, um in die Wartezone zu schauen. Dann ließ er den zweiten Dummy auf dem Rückweg fallen, als er die Verleitung beobachtete. Und als Thomas dann noch ein Geräusch machte, um den letzten Dummy wieder spannend zu machen, drehte er lieber um und lief zurück zu mir. Total crazy. Bei der letzten Aufgabe liefen die ersten vier Dummies eigentlich ganz gut bis er sich durch irgendwas wieder ablenken ließ, stehen blieb und dann lieber sein Bein an einem Strauch hob. Es gibt so Tage, da läuft einfach nichts zusammen. Thomas meinte nur: »Stephan, hak’ es ab.«

Früher war ich nach so einem Training normalerweise sehr niedergeschlagen. Heute schmunzel ich eher darüber. Das Training war dennoch super, da zwischen den Aufgaben viel diskutiert wurde und Thomas uns unsere Fehler aufzeigte und erklärte, wie man es besser machen könne. Wir behandelten dabei z.B. das Thema »Die drei Apporte«. Wirklich sehr interessant! Ich sag ja immer, ein wenig Theorie kann nie Schaden. Danke Thomas! :)