Über das Leben eines Nova Scotia Duck Tolling Retrievers

Team-Work

Seit gestern ist Carina mit ihrer Ivalu aus dem schönen Aschaffenburg bei uns zu Besuch. Das ganze hat auch einen Hintergrund, denn zusammen wollen wir heute am ersten inoffiziellen Team-Workingtest der BZG Hannover in Wunstorf teilnehmen. Aus diesem Grund klingelte der Wecker schon um 5 Uhr. Schnell noch eine Runde mit den Hunden drehen und alle Sachen zusammenpacken, bevor es dann gegen 6 Uhr zum Bäcker ging, um uns ein kleines Frühstück mit auf die zweistündige gemeinsame Autofahrt zu nehmen. Für Edison war es übrigens das erste Mal, dass ein zweiter Hund bei ihm hinten im Kofferraum mitfährt. :D

Edisons und Ivalu liegen im Sand und schauen mit zugekniffenen Augen gen Sonne in die Kamera
Team Toller – hochkonzentriert :D

Die Fahrt verlief problemlos. Edison und Iv holten sich beide noch ’ne Mütze Schlaf. Zudem war kaum was los auf den Straßen, so dass wir gegen 8:15 Uhr an der Sandkuhle ankamen. Das Wetter meinte es gut mit uns, bei 5°C war es zwar ziemlich frisch, aber dafür hatten wir herrlichen Sonnenschein. Die Anmeldung ging flott von statten, wir bekamen die Startnummer 12 von insgesamt 14 Gespannen bei den Anfänger/Anfänger-Teams. Da wir bis zum Start noch gut eine Stunde Zeit hatten, suchten wir uns einen Platz, wo wir die restliche Zeit warteten. Witzigerweise trafen wir auf ein paar alte Bekannte und sogar Trainingskollegen, so dass die Zeit mit Quatschen recht zügig vorbeiging. Apropos, mein Trainer und Trainingspartner Thomas wollte ursprünglich auch zusammen mit einer Trainingspartnerin bei den Anfänger/Fortgeschrittenen antreten. Leider wurde Enyo einen Tag vorher krank, so dass er zu Hause bleiben musste. Sehr sehr schade. :/

Gegen ca. 9:30 Uhr ging es dann endlich los. Günther trommelte alle zusammen und hieß Teilnehmer wie auch Helfer und Richter willkommen. Gestartet wurde in drei Klassen – Schnupper/Veteran, Anfänger/Anfänger und Anfänger/Fortgeschritten. Jedes Gespann durfte eine Aufgabe bei den vier Richtern absolvieren. Für uns ging es zuerst ganz nach hinten den Berg hoch, wo Aufgabe 2 stattfand. Also Sachen zusammengepackt und zehn Minuten Fußmarsch in die neue Wartezone. So langsam stieg die Aufregung …

Aufgaben

Ernst Führing – Aufgabe 2
Das Team startet gewissermaßen in einem Tal, umringt von meterhohen Sandbergen. Der Name Sandkuhle macht dem Ort hier alle Ehre, denn der Boden selbst ist aus feinem Sand. Die Aufgabe besteht darin, jeden Hund eine Memory-Markierung arbeiten zu lassen. Ein Hundeführer soll sich links, der andere rechts vom Richter aufstellen. Dieser bestimmt im Vorfeld, dass der rechts von ihm Stehende, die erste Markierung holt, der links von ihm die zweite. Beide Gespanne gehen zusammen mit dem Richter los (Walk-Up). Dieser hebt nach ca. 20m den Arm, das Zeichen dafür, dass in ca. 70m Entfernung außerhalb des Sandkessels mit einem Geräusch die erste Markierung hinter einem Weg in hohe Gräser fällt. Bei dem Geräusch bleiben beide Gespanne stehen und beobachten das Geschehen. Nach ca. 5–10 Sekunden gibt der Richter das Zeichen, sich mit dem Hund um 180° zu drehen und wieder zurück zum Startpunkt zu laufen. In der Nähe dessen hebt der Richter erneut den Arm und kurz darauf fällt ein Schuss ca. 30m vor uns auf einem Sandhügel. Der Schütze wirft die Markierung dabei nicht sichtig hinter eben jenen. Wieder bleiben alle stehen und warten ca. 5–10 Sekunden, bis der Richter das Signal fürs Umdrehen gibt. Nun läuft man die selbe Strecke wieder zurück. Irgendwann sagt der Richter, dass man anhalten soll. Der erste Hundeführer darf darauf seinen Hund schicken. Ist das Dummy geholt, drehen sich erneut alle um 180° und laufen erneut gen Startpunkt. Auch hier gibt der Richter irgendwann das Stop-Signal und der zweite Hund darf geschickt werden. Ist das Dummy im Sack, darf angeleint werden.

Die erste Aufgabe des Tages ist immer die Schlimmste. Man war ich aufgeregt! Carina und ich hatten uns darauf verständigt, vorab zur Sicherheit noch ein paar Unterordnungsübungen mit unseren Vierbeinern zu machen, sobald die Startnummer 10 in der Aufgabe ist. Dann ging es Schlag auf Schlag, denn auf einmal wurde unsere Startnummer aufgerufen. Wir dachten wir hätten noch ein wenig Zeit, aber da die Startnummer 11 nicht anwesend war, kamen wir direkt an die Reihe. Das Hineinlaufen in den Sandkessel war gar nicht so einfach, denn die Füße versackten ein ums andere Mal im tiefen Sand, so dass man sehr unregelmäßig fortschritt. Ich musste mich arg darauf konzentrieren, dass Edison an meiner Seite und nicht zu weit vor lief. Er schien so richtig Bock zu haben. Was Carina mit Iv machte, hatte ich überhaupt nicht mitgeschnitten, so fokussiert war ich auf Edison. Als wir endlich beim Richter ankamen und wir unsere Hunde links und rechts von ihm absetzen konnten, atmete ich erstmal so richtig durch.

Ganz in Ruhe ließen wir uns die Aufgabe erklären. Edison sollte das erste Memory holen, Iv das zweite. Und dann hieß es ableinen und auf sein Signal loslaufen. Die erste Strecke des Walk-Ups dauerte eine gefühlte Ewigkeit. Leider entfleuchte Edison dabei zum allerersten Mal überhaupt ein wirklich leises Winseln, das nichtmal Carina hörte, aber dem Richter wohl nicht entging, weshalb er uns am Ende 10 Punkte abzog. Öfter mal was Neues. Dann stoppten wir irgendwann und schauten uns die Markierung an und drehten um, um wieder zurückzulaufen. Kein Problem. Die Fußarbeit war in dem tiefen Sand wirklich nicht einfach, so dass ich leider einmal fast in Edison reingelaufen wäre, was dem Richter ebenfalls nicht entging und er uns dafür nochmal 3 Punkte abzog. Das Anschauen der zweiten Markierung und das erneute Zurücklaufen war dann wieder kein Problem. Darauf hielten wir zum dritten Mal an und endlich durfte ich Edison nach Freigabe schicken. Der schoss auch raus wie eine Rakete, endlich arbeiten. :) Ich hatte mir sehr gut gemerkt, wo das Memory lag. Edison war zielstrebig, lief gut über den Geländeübergang und dann ein paar Meter zu weit würde ich sagen, aber bekam gut Wind, so dass er das Dummy schnell pickte und in einem spitzen Tempo zu mir zurücklief. Die Abgabe verlief problemlos. Nun also allesamt nochmal drehen und die letzte Strecke laufen, damit Iv endlich ihr Dummy arbeiten konnte. Als der Richter das Signal zum Stoppen gab und Carina die Freigabe erteilte, schickte sie Iv, die den Dummy hinter dem Hügel recht flott fand, auf dem Rückweg dann jedoch rechts daran vorbei lief anstelle wieder den selben Weg oben drüber zu nehmen, wofür der Richter ihr 2 Punkte strich. Echt jetzt!? Naja, was soll’s, wir waren super froh, die erste Aufgabe hinter uns zu haben und waren mega stolz, wie unsere roten Fellnasen gearbeitet haben.

Ivalu: 18
Edison: 7

Jennifer Hirschfeld – Aufgabe 3
Die Aufgabe findet direkt neben der Wartezone statt, wo alle zuschauen können. Am Rande eines kleinen Wäldchens erklärt die Richterin, dass zwei Markierungen gearbeitet werden sollen, wieder eine für jeden Hund. Die Hundeführer positionieren sich links und rechts von der Richterin und stehen dabei so, dass die Bäume rechts von ihnen liegen. Dabei schauen sie zu, wie in ca. 50m die erste Markierung mit Schuss von links nach rechts in das Wald hineinfliegt. Nach ca. 5 Sekunden drehen sich alle um 180° und laufen ca. 5m parallel zu den Bäumen bis die Richterin alle stoppt und erneut dabei zusehen lässt, wie die zweite Markierung ebenfalls mit Schuss von rechts nach links in den Wald fliegt. Bei dieser Aufgabe wird die Entscheidung den Hundeführern überlassen, wer links oder rechts von der Richterin startet und wer wann nach Freigabe welche Markierung arbeiten darf. Man darf sich explizit mitten in der Aufgabe noch abstimmen, sogar noch nachdem beide Markierungen bereits geflogen sind. Beim Gespann, das näher an den Bäumen steht, ist die Sicht auf beide Fallstellen durch Sträucher und kleinere Bäume stark eingeschränkt.

Dieses Mal wussten wir, dass wir uns ein wenig früher vorbereiten sollten. Kurz bevor Gespann Nr. 10 in die Aufgabe ging, zogen wir unsere Dummywesten an. Keine zehn Sekunden später kam eine Helferin vorbei, die für den reibungslosen Ablauf der Aufgabe verantwortlich war. Eigentlich wollten wir uns noch ein paar Minuten um unsere Hunde kümmern, wozu es aber nicht kam, weil die sehr nette Dame uns mir nichts dir nichts in ein Gespräch verwickelte. Wir merkten dabei garnicht, dass die restliche Wartezeit im Nu rum ging. Ein wirklich guter Trick, denn so hatten wir keine Möglichkeit nervös zu werden.

Wir ließen uns die Aufgabe erklären und entschieden dann gemeinsam, dass wir uns die Markierungen ansehen und erst dann entscheiden, wen wir wohin schicken, für den Fall, dass ein Hund ein Dummy evtl. nicht so gut markiert hat. Ich stand dabei mit Edison außen und Carina mit Iv innen, somit näher an den Bäumen. Die Aufgabe begann, Markierung eins fiel, darauf ein wenig Fußarbeit, dann Markierung zwei. Nun sprachen wir uns ab, dass zuerst die schlechter postierte Iv auf den letzten geworfenen Dummy geschickt wird, da Edison die erste Markierung besser als Memory arbeiten könne. Gesagt getan, Carina schickte Iv, die ein wenig zu kurz lief, sich dann aber die letzten Meter voran kämpfte und mit dem Dummy nach Hause kam. Für das etwas längere Suchen knöpfte die Richterin Iv 3 Punkte ab. Dann hieß es sich um 180° drehen und Edison einnorden. Ich merkte wieder, dass er sehr schön mit seinem Kopf einrastete, ein Zeichen für mich, dass er sich sicher war, wo er hin musste. Und ab dafür. Er peste wieder wie ein geölter Blitz und verschwand kurz darauf im Wald, wo die Markierung runter kam. Keine fünf Sekunden später schnellte er mit dem Dummy im Fang wieder heraus. Ich war stolz wie Bolle. Auf dem Rückweg merkte er aber dann, dass er ein paar Zuschauer hatte, drosselte daher leicht die Geschwindigkeit und trug die Rute hoch bis zum Anschlag, wofür uns die Richterin einen Punkt abzog. Geschenkt. Dennoch eine Top-Leistung unserer Fellnasen!

Ivalu: 17
Edison: 19

Eva Berg – Aufgabe 4
Der Ausgangspunkt befindet sich an einem Weg bei einer Helferin. Gestartet wird mit einem Walk-Up auf die Richterin zu. Die Entfernung beträgt dabei ca. 30m. Ist man bei der Richterin angekommen, sieht man links von sich einen Hocker auf einer Sandfläche stehen. Die Richterin weist beide Teams an, dort hinzulaufen und sich links und rechts davon zu positionieren. Nun erklärt sie Teil zwei der Aufgabe: Vor uns sehen wir zwei Helfer auf einem ca. 30m entfernten Plateau weit auseinander stehen. Die erste Markierung wird vom linken Helfer nach einem Schuss linker Hand aufs Plateau geworfen und darf direkt vom rechten Gespann nach Freigabe gearbeitet werden. Ist das Dummy im Sack, schießt der rechte Helfer und wirft die zweite Markierung runter auf unsere Ebene, die das linke Gespann arbeiten darf (Überkreuz-Aufgabe). Nachdem auch diese Markierung geholt wurde, sollen sich beide Gespanne um 180° drehen. Pro Hund gibt es ein kleines Suchengebiet, wo jeweils ein Dummy versteckt wurde. Das nun linke Gespann fängt an und schickte den Hund nach links auf einen Hügel zu. Im Anschluss darf das andere Gespann nach rechts schicken, wo sich viele Sträucher befinden. Es wird dabei nicht eindeutig gesagt, wie groß das Suchengebiet ist.

Nach der letzten Aufgabe hatten wir so richtig Oberwasser und waren frohen Mutes. Wir wollten also direkt weiter machen. Leider dauerte es bei unseren Vorgängern recht lange, so dass kurz bevor wir an der Reihe waren, die Mittagspause eingeläutet wurde. Unser Drive verpuffte somit. Wir und die Hunde waren wieder raus und mussten gefühlt von vorn beginnen. Ich merkte das direkt an Edison, der wieder sehr viel Zug nach vorn hatte. Der Walk-Up lief aber super würde ich sagen. Wir kamen ohne Probleme bei der Richterin an. Darauf sollte sich der rechts Laufende rechts von ihrem Stuhl und der links Laufende links davon aufstellen. Da Carina wohl zu weit weg stand, wurde sie sogleich in einem harschen Ton aufgefordert näher zu rücken. Okay. Nun erklärte uns die Richterin die zweiteilige Aufgabe.

Da Edison sich rechts befand, galt ihm der erste Schuss und die Markierung auf dem Plateau. Die Richterin ließ sich schön Zeit mit der Freigabe, Edison blieb aber ohne Mucks sitzen bis ich ihn endlich schicken durfte. Er peste auch schnurstracks los, überlief dabei leider das Dummy, das ein wenig runtergerollt war. Demnach suchte er sich einen Wolf. Mir fiel währenddessen unangenehm auf, dass die Richterin neben meinem Ohr ständig mit ihrem Kugelschreiber klickte, was mich fast wahnsinnig gemacht hat. Irgendwann fand Edison dann doch die Markierung und kam zurück zu mir. Erster Teil geschafft, nun war Iv an der Reihe. Auch hier kam der Schuss, die Markierung fiel und die Freigabe dauerte ein wenig. Ich wollte mich gerade ein wenig nach hinten lehnen, als Carina Apport rief und auf einmal zwei Hunde losrannten. o_O Damit hatte ich so überhaupt nicht gerechnet. Wieso, weshalb, warum!? Um Ivs Retrieve nicht zu beeinflussen, sagte ich erstmal nichts und lies Edison loslaufen. Hätte ich verbal eingegriffen, wäre Iv vermutlich auch stehen geblieben und da ich wusste, dass Edison Iv den Dummy niemals streitig machen würde, griff ich erst ein, als Iv mit dem Dummy zurück zu Carina lief. Edison blieb übrigens mitten in der Aufgabe stehen als er bemerkte, dass Iv an ihm vorbeizog.

Puhh, völlig verdutzt sollte ich Edison dann in die Suche schicken. Er lief auch los, fand aber erstmal nichts. Prompt rief die Richterin mir zu, ich solle meinen Hund nicht im Regen stehen lassen und ihm doch helfen. Sowas hatte ich auch noch nicht erlebt. Also fing ich an, Edison immer wieder vor mir ins Suchengebiet zu schicken, so lange bis er endlich den Dummy fand. Diese Aufgabe war wahrlich keine Meisterleistung. Nun war Carina noch an der Reihe. Ich fürchte, das Drunter und Drüber hat Iv ein wenig beeinflusst, denn auch sie lief durchs Suchengebiet und fand erstmal nichts. Hinten angekommen, fing die Richterin nun auch bei ihr einzugreifen und wollte, dass Carina sie handelt. Genauso verdutzt wie ich pfiff sie Iv mit dem Doppelpfiff also wieder ein Stück zurück, die sich aber nicht rührte. Erst beim dritten Mal bewegte sie sich, worauf die Richterin eine Diskussion anfangen wollte. Zum Glück wurde Iv dann fündig und die Aufgabe war beendet. Als wir nachher unsere Punkte sahen, waren wir dann doch sehr überrascht. Das Einspringen kostete mich wohl nur 10 Punkte und die schlechte Suche nochmal 2, Iv zog sie für die Suche 3 Punkte ab. Damit konnten wir gut leben.

Ivalu: 17
Edison: 8

Günter Walkemeyer – Aufgabe 1
Gestartet wird auf einer großen Ebene. Die Gespanne stehen links und rechts vom Richter und schauen in gut 50m Entfernung hinauf auf ein Plateau, wo ein Helfer steht. Es werden nacheinander zwei beschossene Markierungen geworfen. Die erste landet unten auf der Ebene, die zweite oben auf dem Plateau. Der rechte Hund soll zuerst die untere Markierung holen, der linke dann die obere. Danach tauschen die Gespanne die Positionen und die Aufgabe wird erneut durchgeführt.

Auf die letzte Aufgabe bei Günther freuten wir uns schon. Günther war lange Zeit Rassewart bei den Tollern und ist nun in der Zuchtkommission verantworlich für das jagdliche Prüfungswesen. Das ganze sollte ein schöner Abschluss werden – vielleicht auch ein wenig, weil es die einzige Aufgabe ohne Fußarbeit war. :D Wir standen also bereit, um in die Aufgabe zu gehen, als er uns dann zurief, dass wir noch kurz pausieren müssen, weil seine Helfer keine Dummies mehr hätten. Nicht schon wieder dachte ich. Naja, also wieder warten. Die Zeit vertrieb ich mir mit ein wenig Fußarbeit, hrhr. Naja, Hauptsache Edison blieb konzentriert. Nachdem endlich alle mit Dummies versorgt waren, wurden wir mit einem fetten Grinsen und Handschlag begrüßt. Wir stellten uns daraufhin auf: Carina mit Iv rechts von ihm, ich mit Edison links. Dann wurde die Aufgabe erklärt.

Wir schauten uns also die Markierungen an und dann schickte Carina mit Apport. Apport? Wollte sie nicht eigentlich mit Voran schicken? Als Iv die untere Markierung überlief und die Steilwand hoch zur zweiten Markierung sprintete, wurde Carina bewusst, was sie gemacht hatte. Da halfen auch keine Stopp-Pfiffe mehr. Sie wurden von Iv einfach überhört, da sie wie im Tunnel zu sein schien. Brav wie ihr aufgetragen, brachte sie Carina also den falschen Dummy. Daraufhin blieb für Edison nur noch die untere Markierung. Als er am Dummy angekommen war, ließ er es sich leider nicht nehmen, nochmal zu den Helfern nach oben zu schauen, bevor er es aufnahm. Ich vermute mal, dass uns das die zwei fehlenden Punkte kostete.

Im zweiten Durchgang durfte Edison nun zuerst ran. Noch ein wenig aus der Puste gab er dennoch ein letztes Mal alles. Damit er nicht wie Iv zuvor zu weit läuft, setzte ich einen Suchenpfiff am ersten Dummy an, das er dann auch ohne Probleme holte. Iv hatte nachwievor sichtlich Spaß dabei, auch ein zweites Mal die Steilwand hochzukraxeln und den Dummy auf schnellstem Weg nach Hause zu bringen. Bis auf Ivs ersten Retrieve, wofür es keine Punkte gab, lief die Aufgabe aber super. Wir waren sehr zufrieden.

Ivalu: 10
Edison: 18

Jetzt hieß es erstmal warten, bis die restlichen Gespanne mit ihren Aufgaben ebenfalls fertig waren. Bevor es allerdings mit der Bekanntgabe der Platzierungen losging, gab es noch die Günther-Schmieter-Show aka Tombola. Weder Carina noch ich hatten Glück mit unseren fünf Losen und gingen leider leer aus. Allerdings wurde ein Sack Futter für die Person mit der längsten Anreise verlost, wo Carina mit 400km locker gewann. Immerhin etwas! :D

Dass wir bei der Siegerehrung leer ausgehen würden, war uns aufgrund unserer zwei/drei groben Schnitzer von vornherein klar. Dass uns am Ende aber nur ein paar Punkte zum dritten Platz gefehlt haben, hätten wir nicht gedacht. Unsere Heimfahrt gegen 17 Uhr traten wir demnach wie Gewinner an. Gute Laune pur. :)

Edisons und Ivalu sitzen gemeinsam im offenen Kofferraum
Nun geht’s ab nach Hause …

Fazit

Faires Richten, man bekommt Teilpunkte in jeder Aufgabe, nette Gespanne, gute Stimmung … so stelle ich mir einen WT vor. Das ganze wird nur noch durch eine tolle Team-Partnerin getopt. Danke Carina, dass wir gemeinsam unseren ersten Team-WT angegangen sind. Das war wirklich eine spitzen Erfahrung. Wir sind übrigens überglücklich, dass unsere Hunde so gut gearbeitet haben. Dass am Ende ein guter fünfter Platz dabei raussprang, freut uns umso mehr und rundet den ganzen Tag super ab. Bis zum nächsten Team-WT! :)