Mit Hormonschub durch den Ring
Es war mal wieder soweit. In Dortmund fand die jährliche Messe »Hund und Pferd« statt. Ganz ungewohnt dieses Mal, die Toller waren als erstes an der Reihe. Daher hieß es für uns pünktlich raus aus den Federn, sprich um sechs Uhr Abfahrt von zu Hause. Ursprünglich wollten wir gar nicht an dieser Show teilnehmen, aber da unsere Freundin Carina mit ihrer Ivalu extra aus Aschaffenburg anreiste, meldeten wir Edison auch noch schnell an. Sie hatte übrigens ihre Schwester mit dabei, denn auch für Pferdefreunde gab es auf dieser Ausstellung jede Meng zu entdecken.

Tag 1 – Bundessieger-Show
Wie schon im letzten Jahr befand sich unser Ring in einem Zelt im Außenbereich. An sich ja eigentlich ganz schön, jedoch vibrierte der Boden sehr beim Laufen. Für Edison zum Glück kein Problem, aber anderen Hunden war das nicht so geheuer. Die viel größere Ablenkung für unsere Fellnase waren die zwei läufigen Toller-Hündinnen im engen Raum der Wartezone, plus eine weitere Dame, die kurz davor stand. Durch den Deckakt vor zehn Tagen weiß Edison nun, was dies zu bedeuten hat, so dass er ein wenig neben der Spur, sprich abgelenkt war. Ich glaube, ich habe jetzt eine Vorstellung davon, wenn man sagt, die Hormone gehen mit einem durch. Entsprechend war es eine ziemliche Herausforderung für mich ihn beim Warten im Ring bei Laune zu halten, da er sich lieber umschaute und herumschnüffeln wollte. Als Richterin war Urgestein Hassi Assenmacher-Feyel gemeinsam mit einem Richteranwärter für die Toller zuständig. Nachdem sie mit allen Checks fertig war, fragte er darauf, ob er sich Edison auch nochmal ansehen dürfe. Klar, warum nicht! Während er ihn abtastete, ließ er es sich dann allerdings nicht nehmen, ihm ein paar nette Worte ins Ohr zu flüstern. Das fand Edison dann sooo toll, dass sich seine aufgestaute Energie entlud und er ihn in seiner charmanten Manier anbellte, um ihn zum Spielen aufzufordern … hahaha, so ein Clown!!! :D











In der starken Championklasse mit Skeet und Loke konnten wir als Sieger aus dem Ringen gehen, mussten uns danach aber gegen Huey bei der Wahl zum besten Rüden geschlagen geben. Dieser wurde witzigerweise nicht von seiner Besitzerin Jennifer sondern von der Züchterin Kelly vorgeführt, die Edison durch den Deckakt mit Gwenny nun ebenfalls sehr gut kannte, hehe! ;) Zu unserer Freude wurde Huey am Ende auch Rassebester und schaffte sogar einen tollen dritten Platz in Gruppe 8. Super, Gratulation! Zum Abschluss des Tages mussten natürlich noch ein paar Bilder auf der angrenzenden Wiese von Iv und Edison her – hach sehen sie gut zusammen aus. :D
Tag 2 – Internationale Ausstellung
Nach dem Zelterlebnis von gestern ging es heute wieder in die gewohnten Hallen. Für uns hieß es: neuer Tag, neues Glück. Bei der Platzwahl schauten wir, dass Edison dieses Mal nicht in direkter Nachbarschaft zu den läufigen Hündinnen warten musste, so dass er sich leichter entspannen konnte. Dafür saßen das norwegische Mutter-Tochter-Team mit ihrem Loke direkt neben uns, wodurch wir einige nette Gespräche über den Tag hatten. Danke dafür! :)
Die Toller waren wie am Vortag wieder als erstes dran und mit Henric Fryckstrand trafen wir ein zweites Mal auf den Richter aus Grafenegg von vor zwei Wochen. Wir fragten uns, ob er Edison wiedererkennen und er ihn immer noch gefallen würde!? Das setzte mich irgendwie ein wenig unter Druck, wollte ich doch, dass Edison sich wieder von seiner besten Seite zeigte und sich nicht wie gestern als Clown aufführte.










Als erstes konnten wir wieder unsere Championklasse gewinnen, um dann auch bester Rüde des Tages zu werden. Dadurch ging ein kleiner Traum in Erfüllung. Carina und ich durften nämlich mit unseren Fellnasen um den Tagessieg laufen, den Edison schließlich für sich entschied. Unsere Runde wurde dabei noch durch Nikie mit ihrem Junghund Mjuku komplettiert, die wir von verschiedenen Ausstellungen aus den Niederlanden kennen. Mit Freunden im Ring stehen – so machen Ausstellungen am meisten Spaß! :) Danach hieß es einige Stunden zu überbrücken, um im Ehrenring zu starten.






Im Ehrenring konnte sich Edison dann leider nicht von seiner besten Seite zeigen, er hatte einfach zu viel Energie und meinte schneller als sonst laufen zu müssen. Zusätzlich kam das altbekannte schnüffeln wieder durch, so dass er zwischendurch immer wieder mit der Nase am Boden war. Dennoch gefiel er Richter Josef Pohling aus Deutschland so gut, dass er ihn in die Shortlist zu den sechs besten Hunde in Gruppe 8 wählte. Somit war das Endergebnis des Tages für uns BIG 6 in der Gruppe 8. =)
Fazit
Alles in allem waren das zwei schöne aber auch anstrengende Ausstellungstage, unter anderem weil Edison andere Prioritäten zu haben schien – wer mag es ihm verdenken? :D Dafür war das ganze wieder wie ein großes internationales Familientreffen. Lauter nette Leute aus Norwegen, Belgien, den Niederlanden und Deutschland. Wir hatten wirklich viel Spaß und es wurde viel gelacht. Danke für eure nette Gesellschaft! :)