Über das Leben eines Nova Scotia Duck Tolling Retrievers

Städtetrip

Als bekennende Freunde Skandinaviens war es nur eine Frage der Zeit, wann wir mit Edison endlich ein paar Tage Urlaub im hohen Norden machen würden. Da wir schon länger mit dem Gedanken spielen einmal nach Malmö zu fahren und Kopenhagen quasi auf dem Weg liegt, nahmen wir die internationale Hundeausstellung auf schwedischer Seite zum Anlass, um dorthin zu reisen. Bei herrlichem Wetter hatten wir eine traumhafte Anfahrt über die Storebælt Brücke und Öresundbrücke, bei der wir natürlich den tollen Ausblick genossen. Von Freitag auf Sonntag hatten wir zwei Nächte im Story Hotels Studio Malmö gebucht, wo unser Zimmer The Ocean King mit einem fantastischen Blick aufs Meer und den Hafen aufwartete.

Edison blick aus dem Hotelfenster gen Hafen, unten ist ein Leuchtturm zu sehen
Was’n Ausblick!

Malmö

Nicht nur der Ausblick war super, das ganze Hotel hatte es uns angetan. Der Check-In wurde im Vorfeld schon online getätigt, so dass man mittels Keycode für die Tür direkt auf sein Zimmer gehen konnte, das sehr modern eingerichtet war. Für den mitgebrachten Vierbeiner, der im übrigen keinen Cent gekostet hat, wurde ein Napf plus ’ne kleine Aufmerksamkeit hingestellt. Mit solchen kleinen Gesten sammelt man bei Hundebesitzern direkt Pluspunkte. Für die Zweibeiner gab es darüber hinaus Apple TV, über das man problemlos sein eigenes Netflix streamen konnte. Grandios!

So langsam bekamen wir aber Hunger. Julia fand schnell einen schicken Burgerladen, das Torget, ca. 15min entfernt bei uns um die Ecke. Da wir uns nach der langen Fahrt ein wenig die Füße vertreten und obendrein das schöne Wetter genießen wollten, liefen wir zu Fuß dorthin. Hätten wir Edison nicht dabei gehabt, hätte man sich auch einen eScooter schnappen können, die an jeder Ecke rumstanden und ganz simpel über eine App für einen schmalen Taler freigeschaltet werden. Echt cool, wieviele Leute diese Dinger hier nutzen. Im Torget selbst, wo Edison natürlich mit dabei sein durfte, hatten wir dann die bis dato zwei teuersten Burger und Fritten. In Berlin hätte man für das gleiche Geld vermutlich vier oder fünf dafür bekommen. Ja, generell konnten wir feststellen, dass die Verpflegung in Schweden sehr kostspielig ist.

Edison sitzt lächelnd vor dem Burggraben des Malmöhus
Glücklich und zufrieden
Edison liegt fett grinsend vor dem Malmöhus
Vor dem Malmöhus :D

CACIB Malmö

Der Samstag war dann unser Ausstellungstag. Da die Anfahrtszeit zur Messe Malmö nur eine Viertelstunde betragen sollte, mussten wir garnicht so früh aufstehen. Den morgendlichen Spaziergang mit Edison am Hafen genoss ich sehr. Sonnenaufgang, Meeresrauschen, Möwen … so lässt es sich aushalten. :)

An den Messehallen angekommen bot sich uns eine außergewöhnliche Parksituation. Das Parken auf dem dazugehörigen Parkplatz war nicht kostenlos, was nicht unüblich ist, die lange Schlange vor den zwei Bezahlautomaten dagegen schon, die wohl nicht richtig funktionierten. Zumindest ging es einfach nicht voran. Immerhin gab es eine alternative Bezahlmöglichkeit. Via QR-Codes konnte man sich zwischen drei Apps entscheiden, um ein Online-Parkticket zu erwerben, was aber für uns gar nicht so einfach war, weil wir kein Schwedisch sprechen. Nach einer halben Stunde hatten wir dann glücklicherweise eine App gefunden, die es auch auf Englisch gab. Im Nachhinein eine sehr coole Idee, denn man bezahlt nur die Zeit, die man auch benötigt. Sehr komfortabel.

Auf der Ausstellung waren in unserem Ring die Toller nach den Flats an der Reihe. Dort trafen wir u.a. mit Christine und ihrem hübschen Jasper sogar ein paar alte Bekannte wieder, was sehr schön war. Insgesamt waren 31 Toller gemeldet, was verdammt viel für eine Show ist. In der Championklasse waren wir zu viert. Die Konkurrenz aus Dänemark, Norwegen und natürlich Schweden war verdammt gut, so reichte es nur für ein V2, aber immerhin mit CK. Richterin Moa Persson aus Schweden vergab das Prädikat championwürdig nicht sehr häufig an dem Tag, bei den Hündinnen bekam es lediglich eine einzige. Am Ende gewann dann verdient Jasper aus Dänemark. Herzlichen Glückwunsch auch nochmal an dieser Stelle! :)

Edisons Kopf in Nahaufnahme während er schräg lächelnd nach oben schaut
Alle Lampen an
Edison steht mit Stephan vor dem Richtertisch, wo die Richterin sitzend ihren Bericht diktiert
Die Richterin schaut kritisch hin
Edisons Kopf in Nahaufnahme während er schräg lächelnd nach oben schaut
Mr. Happyface

Da wir mittags bereits ungewöhnlich früh fertig waren, nutzten wir die Zeit, um Malmö unsicher zu machen. Neben einem Spaziergang durch die Innenstadt inkl. Shopping, verschlug es uns auch zum Malmöhus – dem Malmöer Schloss. Edison schien es verdammt gut gefallen zu haben, er hat mit dem Wetter um die Wette gesmilet. :D

Sonntagmorgen genossen wir das super Frühstück unseres Hotels im obersten Stockwerk mit nahezu 360°-Blick über Malmö. Wäre es ein wenig wärmer gewesen, hätte man auch auf der Dachterrasse sitzen können. Sehr zu empfehlen! Ursprünglich wollten wir nach dem Frühstück noch einmal durch Malmö streifen, entschieden uns aber spontan um und machten uns bereits auf den Weg gen Kopenhagen auf. Alles in allem waren wir sehr begeistert von Malmö, das wir als technisch, sehr fortschrittlich, sauber und gut organisiert aber auch als sehr teuer empfanden. Ich denke, wir werden nochmal wiederkommen. :)

Kopenhagen

Bis zu unserer Unterkunft in Dänemark, dem Admiral Hotel, haben wir keine Dreiviertelstunde gebraucht. Überraschenderweise konnten wir schon früher einchecken und hatten sogar Glück, denn das Hotel wird gerade renoviert und so bekamen wir eines der bereits renovierten Zimmer mit Blick auf den Hafen und das Opernhaus. Sehr schick! Nachdem wir unsere Sachen im Zimmer verstaut hatten, ging es auch direkt los. Wir begannen mit Nyhavn, das quasi direkt vor unserer Haustür lag. Die ganzen Terrassen der Restaurants waren voll zur Mittagszeit, kein Wunder bei dem Sonnenschein. Aus diesem Grund entschlossen wir uns erst einmal weiterzulaufen, um ein wenig shoppen zugehen. Im Magasin Du Nord deckten wir uns sogleich mit vielen lokalen Produkten ein.

Eine gute Stunde später schauten wir dann nochmal am Nyhavn vorbei, da der Hunger nun groß genug war. Wir ergattern auch einen schönen Tisch und konnten das rege Treiben vor uns beobachten. Nach einer leckeren Portion Fish’n’Chips gönnten wir uns zum Abschluss eine große Portion Softeis und Churros, die wir genüsslich auf der Kaimauer verdrückten. Was für ein Leben! :)

Edison sitzt lächelnd vor dem Wasser am Nyhavn, im Hintergrund ist das Opernhaus zu sehen
Mehr Grinsen geht nicht :D
Edisons sitzt zwischen Stephans Beinen am Nyhavn und streckt seinen Kopf gen Stephans Kopf
Beste Freunde
Edison sitzt zwischen Stephans Beinen und legt seinen Kopf auf seinen Beinen ab
Gemeinsam die Sonne genießen

Am Montagmorgen entschieden wir uns, nicht im Hotel zu frühstücken, sondern einen Bäcker um die Ecke zu besuchen, den wir am Vortag entdeckt hatten. Wir deckten uns mit vielen Leckereien ein, die wir dann in der Morgensonne auf einer Parkbank zu uns nahmen. Glücklich und zufrieden beschlossen wir dann, entgegen unserer ursprünglichen Planung, jetzt schon nach Hause zu fahren, weil besser konnte es einfach nicht mehr werden. Dieser Städtetrip mit unserem Vierbeiner war einfach spitze.